
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag 08:00 - 12:00 Uhr Dienstag und Donnerstag 14:00 - 18:00 Uhr sowie nach Absprache
Ansprechpartner: Pfarrer Herr Kai Steffen Völker Brunnenaue 11 18314 Kenz
Telefon 03 82 31/26 28 Fax 03 82 31/8 96 65
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Die von ihrem etwa 40 m hohen Turm überragte Kirche wurde um 1400 unweit einer Quelle, deren Wasser schon in slawischer Zeit für seine Heilkraft bekannt war, im Stil der Backsteingotik auf einem Feldsteinsockel errichtet und der "Maria Pomerana" geweiht. Kenz entwickelte sich dank der Quelle im 15. Jahrhundert zum meistbesuchten Wallfahrtsort Vorpommerns und wurde schon im 18. Jahrhundert Kurort. Das achteckige Brunnenhaus, das von etwa 1760 bis 1870 über dem Gesundbrunnen stand, wurde dort 2003 nach dem historischen Vorbild wiedererrichtet. Den beiden Blütezeiten des Dorfes entsprechend, ist die Ausstattung der Kirche im wesentlichen aus gotischer und barocker Zeit. Ins Auge fallen zunächst die wertvollen Glasmalereien in den sechs Chorfenstern (um 1430). Sie zeigen Gestalten aus der Bibel und der pommerschen Geschichte, Szenen aus dem Marienleben sowie Wappen und Architektur und stellen den größten Bestand mittelalterlicher Glasmalerei in Mecklenburg-Vorpommern dar. Weiterhin bemerkenswert ist das aufklappbare hölzerne Grabmal (um 1410) des Herzogs Barnim VI. von Pommern-Wolgast, der 1405 an der Pest starb und in der Kenzer Kirche begraben wurde. An ihn erinnert auch ein 1603 von Herzog Philipp II. gestiftetes Kalkstein-Epitaph mit einer lateinischen Lebensbeschreibung. Sehenswert sind außerdem ein Triumphkreuz (14. Jahrhundert), Altaraufsatz und Kanzel von Thomas Phalert (um 1700), ein barockes Lutherbild mit Schwan und Kruzifix von Elias Kessler (1728), hörenswert ist die zweimanualige Orgel mit 15 Registern, die 1847 von J. Fr. Schulze aus Paulinzella (Thüringen) gebaut wurde und im Sommer auch zu Konzerten gespielt wird.
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